Vom Muster zur Serienfertigung
Aus der Musterbewertung wird eine dokumentierte Entscheidung für nachfolgende Bestellungen.
Aktualisiert
Ein Muster kann bestimmte Fragen zu Passung, Erscheinungsbild oder Handhabung beantworten. Legen Sie vor der Musteranforderung fest, welche Fragen geklärt werden sollen. Ein positiver optischer Eindruck allein beschreibt noch keine Annahmekriterien für spätere Lieferungen.
Prüfumfang vorab festlegen
Verknüpfen Sie die Musteranforderung mit Teilenummer und Zeichnungsrevision. Vereinbaren Sie, welche Merkmale durch wen und mit welchem Verfahren geprüft werden. Benennen Sie erforderliche Gegenstücke oder eine repräsentative Einbauvorrichtung für die Passungsprüfung. Anforderungen, die am Muster nicht beurteilt werden können, bleiben ausdrücklich offen.
Beobachtungen einheitlich dokumentieren
Kennzeichnen Sie jedes Muster so, dass Ergebnisse eindeutig zugeordnet werden können. Erfassen Sie gemessene Abmessungen, Betrachtungsbedingungen und Einbausituation. Fotografieren Sie relevante Details mit erkennbarem Bezug. Trennen Sie Beobachtung und Freigabeentscheidung: Eine dokumentierte Abweichung ist dadurch noch nicht akzeptiert.
- Eine abgestimmte Checkliste für Maße, Optik und Passung verwenden.
- Messmittel und Bezugspunkte benennen.
- Ergebnisse den vereinbarten Annahmekriterien gegenüberstellen.
Abweichungen klären und Referenz freigeben
Ordnen Sie jedem offenen Punkt eine verantwortliche Person und die erforderliche Entscheidung zu. Ändert sich Zeichnung oder Muster, prüfen Sie, welche Kontrollen wiederholt werden müssen. Halten Sie die Freigabe schriftlich fest, einschließlich Revision, ausdrücklich akzeptierter Abweichungen und freigabeberechtigter Person. Bewahren Sie das Referenzmuster oder seine dokumentierte Identifikation wie vereinbart auf.
Die Freigabe in Folgebestellungen übernehmen
Stellen Sie sicher, dass der Einkauf die freigegebene Spezifikation verwendet. Vereinbaren Sie, wie spätere Änderungen gemeldet und bewertet werden. Definieren Sie Wareneingangsprüfungen und die nötigen Angaben für eine Abweichungsmeldung. Die Musterfreigabe braucht einen klaren Umfang; sie bestätigt nicht automatisch jede spätere Charge und begründet keinen unvereinbarten Fertigungstermin. Geben Sie den aktuellen Freigabestand an alle beteiligten Stellen weiter und kennzeichnen Sie ersetzte Unterlagen eindeutig.
Häufige Fragen
Sind mit der Musterannahme alle Anforderungen freigegeben?
Nur der dokumentierte Umfang ist freigegeben. Ungeprüfte Merkmale und offene Punkte benötigen gesonderte Entscheidungen.
Was passiert bei einer späteren Änderung des Einbaus?
Überprüfen Sie betroffene Passungs- und Annahmekriterien, aktualisieren Sie die Referenzunterlagen und entscheiden Sie über eine erneute Musterbewertung.